Sind die Blutwerte abgesunken,
so muß bei Erreichen von bestimmten Grenzwerten "transfundiert"
werden. Damit ist, vereinfacht ausgedrückt, das Auffüllen der fehlenden
Menge bestimmter Blutzellen mit entsprechenden Blutbestandteilen von
Blutspendern gemeint. In der Regel wird von den meisten behandelnden
Ärzten z. B. eine Transfusion mit Erythrozyten (roten Blutkörperchen)
erwogen, wenn der Hämoglobinwert (Hb) des Patienten unter einen Wert
von etwa 8,0 g/dl abgesunken ist. Eine Transfusion mit Thrombozytenkonzentrat
wird zur Vermeidung eines erhöhten Blutungsrisikos bei Fanconi-Anämie-Patienten
von den meisten behandelnden Ärzten (je nach spezifischer Vorerfahrungen
bei den einzelnen Patienten) spätestens bei Werten unterhalb von
etwa 15.000 bis 20.000 Tromboyten angeordnet.
Das zu transfundierende Konzentrat sollte zur Vermeidung einer Gefährdung
des Empfängers nur von Blutspendern stammen, bei denen zuvor neben Hepatitis
und HIV-Infektionen auch andere Viruserkrankungen (z. B. CMV) ausgeschlossen
wurden. Im Hinblick auf eine vielleicht später notwendige Knochenmarktransplantation
sollten die zu transfundierenden Präparate nach den neuesten Standards
leukozytengefiltert und nach Möglichkeit bestrahlt sein. Für
weitere Auskünfte leiten wir gezielte Nachfragen gerne an erfahrene
Fanconi-Anämie-Ärzte aus unserem Wissenschaftlichen Beirat
weiter.