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Fränkischer Tag, Kronach und Frankenwald - Dienstag, 24. Dezember 2002
(Abschrift vom Original)

 
Band der Solidarität geknüpft
 Mit Büroklammerkette die Festung Rosenberg gestürmt
KRONACH. Einen grandiosen Erfolg konnte die Interessen-gemeinschaft (IG) der Fanconi-Anämie-Hilfe am Wochenende mit ihrer Aktion "Kronach hilft zusammen" verbuchen. Die Büroklammerkette, die am ersten Adventssonntag an der Stadtpfarrkirche begonnen wurde, war am Sonntagabend bis auf 755 Meter Länge gewachsen.

  Am Abend konnten die Sammler die Festung Rosenberg mit der Kette "erstürmen". "Was den Schweden und Napeleon nicht gelungen ist, haben wir geschafft", so die überglückliche Sprecherin der IG, Cornelia Thron. 12500 Euro sind der stolze Gesamterlös aus dem Verkauf von 25000 Büroklammern, die während der Adventszeit von den Mitgliedern der IG mit Begeisterung in über 50 Stunden bei jedem Wetter auf dem Weihnachtsmarkt gesammelt wurden.
  Aus dem gesamten Landkreis haben Schulen, Vereine, Firmen und Bürger ihre Solidarität gezeigt und selbst erstellte Büroklammerketten der
Stammkette in Kronach hinzugefügt.

Viele erklären sich solidarisch

  An diesem Wochenende marschieren. Denn das zu Beginn wurden nochmals Rekordzahlen erreicht. So

Überglücklich zeigen sich die Sammler und Helfer mit der Sprecherin der Interessen-gemeinschaft, Cornelia Thron (2. von rechts) am Abend des vierten Advent mit der Kabeltrommel, auf der nochmals 400 Meter des Büroklammerbandes aufgewickelt wurden, die dann bei strömendem Regen mit der Stammkette zur Festung Rosenberg gebracht wurde.
Foto: K.-H.Hofmann
brachten die Volksschule Stockheim und die Firma Horst Scholz, Gundelsdorf, je eine 60 Meter lange Büroklammerkette mit 1000 Euro zum Weihnachtsmarkt. Der "Zigeuner-Faschingsclub" aus Wilhelmsthal spendete 500 Euro und verlängerte die Kette um weitere 30 Meter. Auch die Loewe AG und Bonnfinanz, Stockheim, brachten je 30 Meter und den Betrag von 500 Euro ein.
  Bis 18 Uhr hatten am Sonntag alle Helfer im Musikpavillon zu tun, um die Kette zu verknüpfen und diese auf eine Kabeltrommel gewickelt, um sie dann zur Stammkette zu bringen
und vom Rathaus aus in Richtung Festung Roseberg zu derAktion gesetzte Ziel, mit dem Band der Solidarität die Stadtpfarrkirche mit dem Rathaus zu verbinden, war bereits am Dritten Advent erreicht, so dass man nun die Festung erstürmen wollte.
  Die Sprecherin der IG, Cornelia Thron, zeigte sich überwältigt von dem Erfolg und dankte allen, die mitgeholfen haben, vor allem aber den vielen Spendern, die durch ihre Büroklammerspende ein wenig Hoffnung auf eine erfolgreiche Bekämpfung der tückischen  
Knochenmarkerkrankung FA wecken.
  Von insgesamt 200 in Deutschland bekannten Krankheitsfüllen der bisher als unheilbar geltenden und noch immer tödlich verlaufenden Krankheit ist auch ein Kronacher Kind betroffen, was für die IG der Anlass war, Spenden zu sammeln, um dies für die Forschung nach den Ursachen und damit zur Bekämpfung der Krankheit einzusetzen. Mit einer beispiellosen Solidarität standen die Landkreisbürger zu dieser Aktion und eröffnen damit Hoffnung auf Überlebenschancen der erkrankten Kinder. eh


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Stand: 2.Februar 2004