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500 Kameras in nur drei Wochen hat Cornelia
Thron für die Deutsche Fanconi (FA)-Hilfe gesammelt - Fotoapparate,
die bei ihren Besitzern "schlummerten", weil für
sie im Zeitalter der Digitalkameras keine Verwendung mehr war. "Kameras
wecken, um Leben zu retten" - unter dieses Motto stellte die
Kronacherin deshalb ihre Aktion, die von der Neuen Presse unterstützt
wird.
KRONACH - Die älteste der Kameras, die sich am Donnerstag
noch in Cornelia Throns Wintergarten stapelten, ist Baujahr 1921,
die jüngste 2001. "Ich rechne damit, dass wir beim Verkauf
eine Summe im fünfstelligen Bereich erzielen. Eine Summe, die
für die Erforschung der bisher unheilbaren Knochenmarkserkrankung
von Kindern verwendet wird", erklärt Cornelia Thron, die
vom Erfolg ihrer Aktion völlig überrascht ist. Weil so viele
Kameras, Blitzgeräte, Objektive, Lichtmesser, Film- und Diaprojektoren,
Ferngläser und Fotoliteratur in den vergangenen drei Wochen gespendet
wurden, hat die Kronacherin um Unterstützung von der Deutschen
Fanconi-Anämie-Hilfe gebeten und bekommen: Betroffene Eltern
im Ruhrgebiet, die mithelfen, aber anonym bleiben möchten, haben
sofort zugesagt und übernehmen nun einen Großteil der nun
folgenden Arbeiten. Sie setzen sich mit den von Cornelia Thron erarbeiteten
Listen mit Sammlern und Fotofreunden in ganz Deutschland in Verbindung
und wickeln alles weitere ab. Schritt für Schritt, denn die Kameras
sind ein ungeahnter Fundus, der der FA-Hilfe eine Spendenrücklage
schafft,
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die in Forschungsgelder
umgewandelt werden kann.
Mit dem "Virus" infiziert
Mit dem "Kamera-Virus"
angesteckt hat Cornelia Thron eine Familie in Düsseldorf. "Die
haben diese Woche angefangen, Kameras für die Fanconi-Anämie-Hilfe
zu sammeln, erzählt Cornelia Thron. In Düsseldorf habe
es früher einige Kamerahersteller gegeben. Deshalb rechne sie
dort mit einem mindestens ebenso guten Erfolg wie in Kronach. "Ich
freue mich, dass diese Idee weiter getragen wird. Das könnte
das Markenzeichen der Fanconi-Anämie-Hilfe werden", meint
Thron.
Am Freitag wurden etwa
40 Obst-Stapel-Kartons vollbepackt mit Kameras auf die Reise ins
Ruhrgebiet geschickt - mit der Firma Rösler aus Untermerzbach,
die den Versand kostenlos übernahm und mit ein bisschen Wehmut,
denn ans Herz gewachsen sind die Fotoapparate mittlerweile der ganzen
Familie Thron. "Wir haben uns beim Katalogisieren immer vorgestellt,
was diese Kamera wohl schon alles gesehen hat", erzählt
Cornelia Thron.
Alles
penibel erfasst
Sie
und ihr Mann Karl-Heinz hätten in den vergangenen Wochen
jede Nacht am Esszimmertisch verbracht, hätten die Kameras
auf ihre
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Funktionsfähigkeit
hin überprüft
und dann in einem
Preisführer nachgeschaut, um welche Kamera es sich
bei der vorliegenden überhaupt handelt. Mittlerweise haben sich
die Throns zur Kameraexperten entwickelt. Unzählige
Marken, von denen sie früher nicht mal den Namen kannten, können
sie heute auseinander halten und sogar den ungerähren Wert abschätzen.
Eine Liste von allen 500 Kameras ist penibel erstellt worden - mit
allen Daten der Apparate. Diese kann nun an Sammler verschickt werden.
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Eine der ersten und seltensten
Kameras, die Cornelia Thron erhalten hat, war eine Rollei 35 S. Für
sie können etwa 200 Euro verlangt werden. "Und die 500.
Kamera war nun auch eine Rollei 35 S", erzählt sie verblüfft
und gleichzeitig dankbar, dass so viele Menschen Kameras gesucht,
geweckt, eingepackt und bein den verschiedenen Abgabestellen vorbei
gebracht haben. "Spendengelder für die Erforschung der FA
sind unheimlich wichtig. Aber ich wollte hier nicht schon wieder um
Geld bitten, so entstand die Idee mit den Kameras", und dankt
nochmal allen Spendern von Fotoapparaten. Wer noch Kameras hat, kann
diese in den Geschäftsstellen der Neuen Presse in Kronach, Coburg,
Lichtenfels, Ebern und Neustadt abgeben. Auskünfte erteilt Cornelia
Thron, Telefon 09261/51787. Spenden können auf das Konto 100
136 449 bei der Sparkasse Kronach-Ludwigsstadt (BLZ 77151640) eingezahlt
werden. bia |