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Markus Süße
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"150
Kilometer durch Hitze
und starke Wüstenwinde"
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Extremläufer
Markus Süße
aus Coburg quält sich
ein weiteres Mal
für knochenmarkerkrankte
Fanconi-Anämie-Kinder
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Neue Presse, Kronach

VIELEN
HERZLICHEN DANK,
lieber Markus, für deine Unterstützung
und deinen unermüdlichen Einsatz !!!
Dies sagen dir von Herzen
alle Fanconi-Anämie-Familien
mit ihren kranken Kindern aus Deutschland
VIEL KRAFT FÜR DEINEN LAUF
- und komm gesund zurück!

Die
Kapverdischen Inseln
500 km westlich vor der Küste von Senegal (Afrika)

Boa
Vista (rechter Bildrand, Mitte)
Trotz Wüste und heisser Winde: Eines der letzten Paradise dieser
Erde
|
Und
als Training: einmal durch den Harz,
auf den Brocken und zurück
|
Neue
Presse, Coburg, 11. Oktober 2004 (Abschrift
vom Original)
Läuferfest
am Berg der Hexen
27. Harzgebirgslauf
über den Brocken mit Coburger Beteiligung
Jedes Jahr in der Walpurgisnacht,
in der letzten Nacht bevor der Mai beginnt, tanzen die Hexen auf dem
Brocken. Am vergangenen Samstag allerdings war dort kaum Platz für sie.
Es sei denn, sie sind auch so laufbegeistert, wie die vielen Läuferinnen
und Läufer, die beim 27. Harz-Gebirgslauf ein Fest am höchsten Berg
im Harz feierten.
Ideale äußere Bedingungen bildeten den Rahmen für diese Veranstaltung,
bei der nicht nur verschiedene Laufstrecken (Marathon, 22km, 11km),
sondern auch einige Wanderrouten im Programm standen. Von den mehr als
3000 Teilnehmern waren ca. 750 für den Marathon gemeldet. Unter ihnen
auch die beiden Coburger Ausdauersportler Michael Schulz und Markus
Süße (Coburger TS).
Seit Jahren gemeinsam unterwegs:
Die beiden Ultra-Läufer Markus Süße
und Michael Schulz aus Coburg
Nicht ohne Grund wird dieser Marathon als einer der Schwersten in Deutschland
bezeichnet. Die anspruchsvolle Strecke führte die Läuferinnen und Läufer
zunächst über 20 km und eine Höhendifferenz von über 1000 m hinauf zum
Brocken. Dort empfing ein Mix aus Sonne, Wind und Wolken und Temperaturen
von gefühlt unter 0 Grad die Teilnehmer. Anschließend ging es wieder
über Stock und Stein, mal mehr, mal weniger steil bergab zum Ziel nach
Wernigerode.
Neben all den Anforderungen, die die Strecke an die Läuferinnen und
Läufer stellte, entschädigte doch die wunderschöne Landschaft des Harzes
reichlich für ihre Mühen. Weite Ausblicke über die Höhen des Mittelgebirges,
sprudelnde Bäche im satten Farngrün und der sich langsam verfärbende
Herbstwald machen diese Veranstaltung zu einem der schönsten Landschaftsläufe.
Für die beiden Coburger Markus Süße und Michael Schulz stand demnach
auch mehr das Erleben als der sportliche Wettkampf im Vordergrund. Gemeinsam
erreichten sie das Ziel in einer Zeit von 4:44 h, die allerdings für
sie nur am Rande von Bedeutung war. Während der Harz-Gebirgslauf für
Michael Schulz den Abschluss der Laufsaison darstellte, war er für Markus
Süße die letzte Generalprobe für seinen Saisonhöhepunkt. Am 29. Oktober
wird er nach Boa Vista aufbrechen, um an einem Ultramarathon teilzunehmen.
Dort wird er 150 Berg- und Wüstenkilometer zu Gunsten der Deutschen
Fanconi-Anämie-Hilfe e.V. (www.fanconi.de)
laufen.
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Coburg,
21. November 2004: Markus Süße berichtet nach seinem
Lauf
|

Auf seiner Homepage hat Markus Süße einen Bericht über
seine Teilnahme am 4. Boa Vista Ultramarathon eingestellt - mit vielen
wunderschönen Fotos vom Lauf, den Teilnehmern und der faszinierenden
Wüsteninsel. Leider musste Markus Süße in diesem Jahr
wegen massiver Probleme mit seinen Laufschuhen aufgeben. Aber im nächsten
Jahr will er es wieder versuchen. Für den kompletten Bildbericht
(es lohnt sich !!!) klicken Sie bitte auf http://www.ms-sweety.de/,
danach auf "Sport" für "Sportliche Highlights"
und anschließend auf "Boavista" auf der Highlights-Seite
rechts unten. Die in der folgenden Zusammenfassung eingearbeiteten Fotos
stammen ebenfalls von der Homepage von Markus Süße (Danke,
Markus!).

Auszug aus der Homepage von Markus Süße:
4. Boavista Ultramarathon 2004
Mit einem starken und sicheren Willen bin ich nach Boavista gereist.
Den Marathon des Sables habe ich geschafft, den Desert Cup bin ich zweimal
erfolgreich durch Jordanien gelaufen, was soll mir da passieren? Auch
wenn die Vorbereitung nicht so gelaufen ist, das werde ich schon meistern.
Leider kommen doch noch Sachen vor, mit denen man sicher nicht rechnet
bzw. sich zu sicher ist. Hätte mir jemand gesagt, dass ich wegen zu
kleiner Schuhe aufgebe, hätte ich gelacht. Die Achilles-Sehne, oder
irgend etwas anderes, aber doch nicht die Schuhe. Ja, ich habe eine
Erfahrung aus der Wüste/Insel mit heimgebracht. Es tut weh, wenn man
sieht wie die Laufpartner/innen ins Ziel einlaufen, sie bei der Siegerehrung
ihr Finisher-Shirt erhalten und sich noch über den Lauf unterhalten,
wo man nicht mehr mitreden kann. Allen Finishern möchte ich hiermit
noch einmal meine herzlichsten Glückwunsche zum durchhalten ausdrücken.
Ich freue mich für Euch. Die Eindrücke in Euren Gesichtern waren einfach
grandios. So konnte ich diese Freude noch nie aufnehmen und es war schön.
Nur, ganz ehrlich, möchte ich sie das nächste mal wieder selber erleben.
Hier ein Bericht, den Markus Süße für die Coburger Tageszeitungen
verfasst hat:
4. Boavista Ultramarathon 2004
Boavista, eine von 15 Kapverdischen Inseln im Antlantischen Ozean. Bezaubert
durch die pastellfarbenen Kontraste der weißgoldenen Dünenstränden vor
weitläufigen Palmenwäldern und bizarren Inselbergen, die im blauen Schimmer
der Ferne verschwinden. Wer Boavista als eines der schönsten Wüsteneilande
im Atlantik bezeichnet, übertreibt nicht. Markus Süße, war auf dieser
Insel um sich dem ersten Ultramarathon über 150 KM Nonstop zu stellen.
Süße, der für die Coburger Turnerschaft startet und dieses Event wieder
zugunsten der Deutschen Fanconi Anämie Hilfe e.V. (www.fanconi.de) laufen
wollte, musste erstmal vergeblich am Flughafen in Sal auf seinen Koffer
warten. Nach Auskunft der Einheimischen ist das hier normal. So ging
die Reise auf die Wüsteninsel Boavista am folgenden Tag ohne Ausrüstung
weiter. Nachdem der Koffer auch am Sonntag noch nicht angekommen ist,
hatte der Extremsportler den Lauf schon mental abgeschrieben. Das Hotel
hatte es dann doch irgendwie organisiert, dass der Koffer mit Ausrüstung
3 Stunden vor dem Ausrüstungs- und Medical-Check eingetroffen ist. In
der verbleibenden Zeit wurde dann der Laufrucksack mit Pflichtausrüstung,
wie z.B. Schlafsack, Zusatzkleidung, Lampe, Leuchtstäbe, Messer und
der Ernährung gepackt.

Montag morgen um 7.00 Uhr Kapverdischer Zeit war auf dem Marktplatz
von Sal Rei für ca. 30 Teilnehmer der Start. Hierunter waren 13 Einheimische,
viele Italiener (die auch den Lauf organisiert haben) und drei Deutsche.
Es ging die ersten 500 m die Hauptstraße hinunter und dann links ab
über viel Sand und Geröll 7 KM zur gegenüberliegenden Seite der Insel.
Hier war der erste Kontrollpunkt, zu erkennen durch ein im Meerwasser
zusammen gerostetes Schiffswrack. Auf dieser Strecke musste Süße erstmals
an seinen Füssen verspüren, dass er die falschen Schuhe gewählt hat.
Ihm war im Vorfeld klar, dass durch die Belastung, die Hitze seine Füße
enorm anschwellen und der Schuh in ausreichender Größe getragen werden
muss. Dass es gegenüber den bisherigen Lauf-Events auf der Wüsteninsel
aber in so einer Schnelle und Dimension erfolgt, hat er noch nicht erlebt.
Bereits nach 5 KM und einer Außentemperatur von ca. 35 Grad kam es ihm
vor, als wenn er in einer Schraubzwänge läuft. Vom Kontrollpunkt bis
zum ersten Checkpoint, waren es noch 8 KM, die nach Osten auf schmalen,
schrägen, anstrengenden Dünenpfaden immer über die imposante Brandung
entlang nach Espingueira ging. Süße, der hier noch mit zwei Italiener
und einem Einheimischen unterwegs war, kam sich jedoch wie auf einem
Geisterschiff vor, da eine Verständigung zwischen den Teilnehmern nicht
möglich war.
Am
Checkpoint gab es 3 Liter Wasser, die für die nächsten 15 KM ausreichen
sollten. Das Wasser aufgefüllt, einen Riegel eingeschoben und gleich
ging es weiter. Einige Kilometer ging es über Kopfsteinpflaster in die
freie Landschaft der Inselmitte zurück. Es ist ziemlich schnell heiß
geworden ist. Der dunkle Lavaboden heizte die Füsse, die Sonne dagegen
den Teilnehmer ganz schön ein. Zum nächsten Kontrollpunkt ging es vorbei
an wunderschönen gleißend weißen Dünen, die Füße versinken im Sand,
es ist anstrengend, aber die Augen können das schwarz-weiß und braun-gelbe
Farbenspiel der weichen Konturen geniessen. Die Belastung der Füße in
einem doch zu kleinen Schuh bringt es, dass Süße mehrmals umgeknickt
ist und sich bereits Blasen am Vorderfuss gebildet haben. Endlich nach
über 1 ½ Stunden an dem Kontrollpunkt angekommen, ist der Flughafen
und das Meer mit dem nächsten Checkpoint in naher Ferne zu erkennen,
nur noch 6,5 KM zum CP 2. Eine Markierung ist ab hier auch nicht mehr
auszumachen und so entschließt sich Süße querfeldein, Düne hoch, Düne
runter zu gehen.
Dem Sportler gehen nun viele Gedanken durch den Kopf. Sind es die Kinder,
denen er den Lauf widmet, oder die Füße die ihn kaputt machen? Laufen
kann man das ganze auch nicht mehr nennen, was er da macht, eher ein
ungewöhnliches Stolpern. Nach 6 ½ Stunden und nur 30 KM ist der Checkpoint
2 endlich erreicht. Bei über 40 Grad setzte sich Süße gleich in den
Schatten des Jeeps und musste erst einmal seine Füße von den drückenden
Schuhen befreien. An allen drei Fußzehen sind Blasen entstanden, womit
Süße auch gerechnet hatte. Die Größe des großen Fußzeh ist jedoch um
das doppelte gestiegen, was nicht geplant war. Jetzt waren doch noch
120 KM zu bewältigen und das mit diesen Füßen und Schuhen. Süße musste
sich hier eingestehen, dass er bei der Wahl seiner Schuhe einen großen
Fehler gemacht hat und dies nun die Aufgabe dieses Rennens für ihn bedeutete.
Befriedigend war diese Woche für den Sportler nicht, doch wird er seine
Ausrüstung gut einpacken und sicherlich nächstes Jahr für dieses Rennen
wieder auspacken. Damit er vielleicht unter anderen Voraussetzungen
das Rennen hoffentlich beendet und so auch die sehr gelungene familiäre
Siegerehrung aus einem anderen Gesichtspunkt miterlebt.
DANKE,
lieber Markus, für deine Teilnahme am 4. Boavista Ultramarathon.
Bitte gräm Dich wegen der letztendlich zu kleinen Schuhe nicht
zu sehr. Was nicht geht, geht nicht. Und die Gesundheit geht vor. Du
hast teilgenommen und du hast gekämpft, so gut es ging, allein
das zählt. Vor dem Hintergrund deiner vielen bisherigen sportlichen
Erfolge bist du auch nach "nur" 30 km unter diesen Extrembedingungen
auf Boavista für uns auf jeden Fall ein Finisher im Namen unserer
Deutschen Fanconi-Anämie-Hilfe und für die betroffenen Kinder!!!
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Markus Süße
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Markus
Süße: Initiator und Mitorganisator des FA-Zugspitzmarathon
2003